Koelreuteria paniculata (Blasenesche) ist ein wunderschöner, laubabwerfender Baum, der aus dem Nordosten Chinas und Korea stammt. Die Art wurde 1747 von dem Jesuiten Pierre d'Incarville in Europa eingeführt und nach dem deutschen Botaniker Joseph Gottlieb Kölreuter benannt. Dieser mittelgroße Baum kann 8 bis 13 m hoch werden. Ausgewachsene Exemplare haben eine Breite von 8 bis 10 m. Die Krone ist breit und unregelmäßig rund und hat eine halboffene Verzweigung, die für ein luftiges Aussehen und angenehmen Schatten sorgt. In natürlichen Wäldern wächst der Baum als Pionier auf offenen Flächen und kann dort eine Höhe von 18 m erreichen.
Das Laub der Blasenesche ist gefiedert oder doppelt gefiedert, mit eirunden bis lanzettförmigen Fiederblättchen und einem grob gezähnten Blattrand. Im Frühjahr treiben die Blätter in einem rosa-bronzefarbenen Ton aus. Im Sommer verfärben sie sich mittelgrün, und im Herbst zeigt das Laub eine Mischung aus Gelb, Orange und Rot. Etwa Mitte bis Ende des Sommers, wenn nur wenige andere Bäume blühen, bekommen die langen Rispen leuchtend gelbe Blüten, die bei Insekten sehr beliebt sind. Anschließend erscheinen dekorative, laternenförmige Samenkapseln, die zunächst gelbgrün sind und sich später von Orange zu Braun verfärben. Sie bleiben bis in den Winter hinein am Baum. Die Art hat eine gefurchte, raue, graubraune Rinde. Die Zweige sind schlank und kantig und häufig mit kleinen Lentizellen versehen.
Koelreuteria paniculata wird wegen der attraktiven Wuchsform, der üppigen Blüte und der ansprechenden Herbstfärbung häufig in Parks und Gärten eingesetzt. Auch wenn dieser zierliche Baum auf den ersten Blick filigran wirkt, ist er tatsächlich ein echter Kraftprotz und eignet sich hervorragend als Straßen- und Alleebaum sowie für Plätze und Parkanlagen. Er ist nämlich beständig gegenüber Luftverschmutzung, Trockenheit und unterschiedliche Böden. Er wächst am besten in sonniger Lage und bevorzugt einen gut durchlässigen Boden, zeigt sich ansonsten aber bodentolerant. In Korea wird die Blasenesche an der Küste als Windschutz gepflanzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Baum Schwermetalle aus dem Boden aufnehmen kann. Die Art ist pflegeleicht und wächst mit mittlerer Geschwindigkeit. In manchen wärmeren Klimazonen kann sich Koelreuteria paniculata stellenweise zu stark durch Selbstaussaat vermehren.