Bei der Verwendung einer Beregnungsanlage oder eines Bewässerungssystems wird die Wassergabe computergesteuert. Über die Verbindung mit lokalen Wetterstationen und einer Zeitschaltuhr kann die Bewässerung nach einem zuvor eingestellten Programm erfolgen, mit Anpassungen bei extremen Witterungsbedingungen. Wenn der Wasserzähler seine Daten pro Gießgang übermittelt, hat dies den Vorteil, dass bei einer Störung eine Warnmeldung ausgegeben wird. Über eine unterirdische Wasserleitung gelangt das Wasser in die Pflanzfläche beim Baum, wo es mithilfe eines Tropfers sehr gezielt an den Wurzelballen abgegeben wird.
Auch bei Regen kann es sinnvoll sein, dieses System zu nutzen. Regenwasser fällt auf die Baumkrone und gelangt häufig außerhalb der eigentlichen Wurzelzone auf den Boden. Dadurch kann trotz eines Regenschauers ein Feuchtigkeitsmangel rund um die Wurzelzone entstehen. Das ist besonders tückisch, da man nicht erwartet, dass ein Baum während Regen unter Wassermangel leidet.
Auch Tropfschläuche werden zunehmend eingesetzt. Besonders wenn mehrere Bäume beieinanderstehen, ist dies eine effektive Methode zur Bewässerung. Achten Sie bei diesen Formen der Bewässerung darauf, dass die Wassermengen stimmen. Visuell lässt sich deutlich schwieriger einschätzen, wie viel Wasser tatsächlich abgegeben wird. Außerdem können die Öffnungen von Tropfschläuchen verstopfen, wodurch der Baum unerwartet Trockenstress bekommen kann. Damit die Bäume in einem Bepflanzungsplan die richtige Wassermenge erhalten und die übrige Bepflanzung nicht zu viel Wasser bekommt, ist es notwendig, den Bäumen eine eigene Bewässerungszone zu geben, getrennt von der übrigen Bepflanzung.