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Die Pflanzsaison

Die Pflanzsaison

Die Pflanz- und Rodungssaison für Bäume beginnt in dem Moment, in dem sie im Herbst ihre Blätter verlieren, und endet, wenn die neuen Knospen im frühen Frühjahr anschwellen. Dies nennen wir die Ruheperiode, die ungefähr von Anfang November bis Ende März dauert. Ausnahmen hiervon sind einige spezifische Arten und wintergrüne Bäume. Es gibt auch Zeiten, in denen Roden und Pflanzen nicht möglich ist. Als Faustregel zum Schutz von Baum und Boden gilt:

- Es wird nicht gerodet und gepflanzt, wenn Schnee liegt oder Frost im Boden ist.
- Es wird nicht gepflanzt, wenn der Boden so stark gesättigt ist, dass Wasser im Pflanzloch stehen bleibt.
- Es wird nicht gepflanzt, wenn die Gefahr von Strukturschäden am Boden besteht.

Bäume und wurzelnacktes Pflanzgut

Wurzelnacktes Pflanzgut wird vor allem bei Forst- und Heckenpflanzen sowie bei jungen Bäumen wie Heistern verwendet. Es ist leicht, einfach zu verarbeiten und dadurch kostengünstiger. Auch das Roden und der Transport erfolgen schnell und effizient, was zusätzliche Vorteile bietet. Der große Nachteil: Die Wurzeln trocknen sehr schnell aus, sobald sie über der Erde sind. Ohne guten Schutz kann das Pflanzgut dadurch schnell absterben. Deshalb müssen die Wurzeln immer feucht und abgedeckt bleiben – während Transport, Lagerung und Pflanzung. Nach Erhalt ist das Einschlagen oder Abdecken mit einem nassen Tuch notwendig. In einer Halle sind eine hohe Luftfeuchtigkeit, eine Nebelanlage oder ein Kühlraum zu empfehlen. Die Pflanzung sollte so schnell wie möglich nach dem Roden erfolgen. Achten Sie darauf, dass alle Wurzeln nach unten in das Pflanzloch weisen und der Boden gut anschließt, damit keine Luftkammern entstehen. Im ersten Jahr nutzt die Pflanze ihre Energie vor allem zur Regeneration; danach setzt das Wachstum ein.

Wurzelnacktes Pflanzgut wird am besten im Herbst gepflanzt, wenn der Boden noch warm genug ist, um die Wurzelbildung zu starten.

Bäume mit Ballen

Bäume mit Ballen

Ballenbäume machen den größten Teil dessen aus, was wir liefern. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass die Wurzeln nicht so schnell austrocknen, wodurch der Verpflanzschock geringer ist. Besonders bei großen Bäumen, die mehrmals verpflanzt wurden, ist ein guter Wurzelballen entscheidend für ein erfolgreiches Anwachsen. Hat ein Baum einen Stammumfang von 16–18 cm, wird er nahezu immer mit Ballen geliefert. Selbst wenn der Baum vor Transport und Pflanzung längere Zeit oberirdisch gelagert wird oder die Pflanzung nicht ganz fachgerecht erfolgt, kann ein Baum mit Ballen dies meist noch recht gut überstehen. Wichtig ist jedoch, dass der Baum mehrmals verpflanzt wurde, insbesondere bei großen Bäumen. Dieses Verpflanzen während der Kultur ist notwendig, um einen Ballen mit vielen feinen Haarwurzeln zu bilden und den Baum anpassungsfähig und verpflanzbar zu halten. Solange wir einen Baum in der Baumschule regelmäßig verpflanzen, bleibt er also verpflanzbar und damit handelbar. Auch die Nachsorge von Ballenbäumen nach der Pflanzung ist weniger intensiv als bei wurzelnackten Pflanzen. Während wir empfehlen, wurzelnackte Pflanzen vorzugsweise im Herbst zu pflanzen, also von Ende Oktober bis Mitte Dezember, kann ein Baum mit Ballen über einen deutlich längeren Zeitraum gepflanzt werden.

Einige wichtige Gründe, sich für einen Baum mit Ballen zu entscheiden:

Verankerung: Ein Baum mit Ballen steht direkt nach der Pflanzung stabiler im Boden, da die Wurzeln mit der Erde im Ballen verbunden sind. Bei einem wurzelnackten Baum steht der Baum immer weniger fest. Wenn die neuen Wurzeln beim Anwachsen austreiben, können sie sich bei Wind leicht bewegen, wodurch junge Faserwurzeln abbrechen können. Je größer der Baum, desto stärker ist der Einfluss des Windes. Mit einem schweren Ballen am Fuß lässt sich der Baum außerdem gut unterirdisch verankern, zum Beispiel indem Spanngurte über den Ballen geführt werden.

Bei manchen Bäumen ist es außerdem wichtig, dass bestimmte Bodenpilze mitgeliefert werden, die sogenannten Mykorrhiza. Dabei handelt es sich um eine Symbiose zwischen Bodenpilzen und den Wurzeln der Pflanze, die direkt im Bereich der Baumwurzeln vorkommt. Im Grunde sind dies Pilzfäden, die dafür sorgen, dass das Wurzelsystem Nährstoffe optimal aufnehmen kann. Die Symbiose besteht darin, dass die Pflanze im Gegenzug Zucker und andere Kohlenhydrate an den Pilz abgibt. Diese Stoffe produziert der Baum durch die Photosynthese in den Blättern. Für einige Baumarten ist das Vorhandensein von Mykorrhiza entscheidend für ein gutes Anwachsen. Beispiele dafür sind die Rotbuche (Fagus sylvatica) und Acer palmatum, die zudem von bestimmten Spurenelementen abhängig sind. Die Pilzfäden vergrößern außerdem die Wurzeloberfläche, was für eine gute Wasseraufnahme notwendig ist.

Ein letzter Vorteil: Bäume mit Ballen trocknen während Transport und Lagerung weniger schnell aus, da im Ballen Feuchtigkeit vorhanden ist.

Bäume im Springring oder Air-Pot®

Bäume im Springring oder Air-Pot®

Es kann vorkommen, dass ein Pflanzprojekt verschoben werden muss, während die Bäume bereits gerodet in der Baumschule liegen. Ein Air-Pot® ist dann eine ideale Möglichkeit, die Bäume oberirdisch eine Saison weiterzukultivieren. Der Einsatz von Air-Pots®, auch Springringe genannt, wird daher vor allem in der Vegetationsperiode vor der Pflanzung eines Baumes genutzt. Diese Methode zielt vor allem darauf ab, dass ein Baum ein gutes Wurzelsystem entwickelt, während er oberirdisch steht. Außerdem schafft man mit einem Air-Pot® eine zusätzliche Erdschicht rund um den Ballen, in die der Baum einwurzeln kann und in der Nährstoffe und Feuchtigkeit gepuffert werden.

Das Einsetzen in einen Air-Pot® sollte vorzugsweise erfolgen, bevor der Baum austreibt, denn sobald sich Blätter bilden, beginnt auch die Wurzelaktivität. Je früher der Baum in einen Air-Pot® gesetzt wird, desto stärker kann sich das Wurzelsystem entwickeln. Es ist notwendig, den Baum direkt an dem Ort in den Air-Pot® zu setzen, an dem er den Rest der Saison stehen bleiben soll. Wird ein Baum im Air-Pot® bewegt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das empfindliche Wurzelsystem beschädigt wird. Außerdem muss der Baum mindestens drei bis vier Monate im Springring stehen, damit eine vollständige Durchwurzelung entsteht, die bei der Pflanzung stark genug ist.

Während der Vegetationsperiode muss der Baum täglich über Tropfbewässerung mit Wasser versorgt werden. Sobald die Pflanzung stattfindet, ist es sinnvoll, den Baum nach dem Entfernen des Air-Pots® dennoch in einen Drahtkorb einzuballen. Dieses Einballieren sorgt dafür, dass das gesamte Wurzelsystem intakt bleibt und die Belastungen bei einer Unterflurverankerung gleichmäßig verteilt werden.

Vorteile des Air-Pot®

Vorteile des Air-Pot®

Ein großer Vorteil des Air-Pot® besteht darin, dass er problemlos auf jede gewünschte Größe angepasst werden kann, im Gegensatz zu einem normalen Topf oder Container, die feste Größen haben. Darüber hinaus ist ein Air-Pot® darauf ausgerichtet, den Baum möglichst nach außen wurzeln zu lassen. Durch Luftschnitt entsteht ein fein verzweigtes Wurzelsystem. Dies wird durch die Struktur des Air-Pot® ermöglicht, die aus nach innen und außen gerichteten Noppen besteht, welche die Wurzeln nach außen leiten. Dadurch wird das Kreisen der Wurzeln verhindert, wie es bei einem Container vorkommen kann, mit allen damit verbundenen nachteiligen Folgen. Die Noppen sind nach außen hin offen; sobald die Wurzeln durch die Öffnungen wachsen, sterben sie unter Einfluss von Licht und Luft ab. Einen Baum im Air-Pot® zu kultivieren ist arbeitsintensiver als die Pflanzung von Ballenbäumen in der Winterruhe. Dennoch kann es eine gute Methode sein, um einen Baum während einer Sommersaison oberirdisch weiterwachsen zu lassen.

In Ausnahmefällen können wir im Auftrag eines Kunden Bäume in Air-Pots® setzen und erst zur Pflanzung ausliefern. Fragen Sie Ihre Kontaktperson nach den zusätzlichen Kosten.

Fertigstellung des Wurzelballens nach der Pflanzung

Fertigstellung des Wurzelballens nach der Pflanzung

Nachdem der Baum in das Pflanzloch gesetzt und unterirdisch verankert wurde, kann die Fertigstellung beginnen. Dazu wird das Pflanzloch mit Pflanzerde aufgefüllt. Damit der Boden gut anschließt und keine Luftkammern rund um den Wurzelballen entstehen, muss die Erde angetreten werden. Anschließendes Wässern ist notwendig und sorgt dafür, dass der Boden nicht nur gut anschließt, sondern auch direkt nachsackt. Der Wurzelballen des Baumes wird beim Roden in Jute eingeschlagen und mit einem Ballenkorb aus verstärktem Drahtstahl versehen. Die braun gefärbte Jute ist ein reines Naturprodukt und verrottet schnell, meist innerhalb von ein bis zwei Monaten. Der Ballenkorb besteht aus Drahtstahl und wird letztendlich ebenfalls vergehen, allerdings dauert dies aufgrund des Materials einige Jahre. Der Vorteil dabei ist, dass bei einer Unterflurverankerung die Anker über dem kompakten Wurzelballen liegen. Sollte der Drahtkorb direkt an der Baumrinde anliegen oder sehr nah daran sitzen, kann entschieden werden, den Draht an dieser Stelle durchzuschneiden, um ein Einwachsen zu verhindern.

Nicht verrottbare Acryl-Gewebetücher

Nicht verrottbare Acryl-Gewebetücher

In einigen Fällen begegnen uns blaue Jutetücher. Dabei handelt es sich um Jute-Acryl-Gewebetücher. Diese bestehen zur Hälfte aus natürlicher Jute und zur Hälfte aus einem Kunststofffaden aus Acryl. Das Einballieren mit diesem Material sehen wir häufig bei Bäumen, deren Ballen längere Zeit oberirdisch intakt bleiben muss, zum Beispiel bei Koniferen, die eine Zeit lang in einem Gartencenter stehen, bevor sie verkauft werden. Diese Jute-Acryl-Gewebetücher verrotten nicht und müssen entfernt werden, da sonst der Boden verunreinigt wird. Bei sehr kleinen Bäumen werden auch Ballengummis verwendet. Dabei handelt es sich um erkennbare weiße Gummibänder, die kreuzweise um den Ballen liegen. Auch diese müssen bei der Pflanzung entfernt werden, um Verunreinigungen zu vermeiden.

Wurzelballen mit Kokosmatte

Wurzelballen mit Kokosmatte

Gegen Ende der Rodungssaison, etwa im März/April, begegnen uns auch Ballen, die mit Kokos versehen sind. Dieses Material wird häufig bei Bäumen verwendet, die erst deutlich nach der Rodungssaison geliefert werden. Kokos verrottet langsamer als Jute und ermöglicht es, dass die Bäume auf der Containerfläche mit Tropfbewässerung eine Saison überstehen können. Die Kokos-Ballenmatte kann Feuchtigkeit in gewissem Maße speichern und verhindert dadurch ein Austrocknen. Es kann vorkommen, dass sich ein Ausführungsprojekt verzögert und die Bäume durch die Anwendung von Kokos rund um den Ballen dennoch einen gut handhabbaren Ballen behalten, wenn sie schließlich ausgeliefert werden. Bei der Pflanzung kann dieses Kokosmaterial am Ballen bleiben; es wird letztendlich, genau wie Jute, vollständig verrotten. Kurz gesagt: Der Vorteil von Kokos besteht darin, dass sich die Pflanzsaison bis in den Juni verlängern lässt. Wenn die Pflanzung noch später erfolgen soll, empfehlen wir die Anwendung eines Air-Pot®.

Schnitt bei der Pflanzung

Schnitt bei der Pflanzung

Sobald ein Baum gepflanzt ist, muss die Krone zurückgeschnitten werden, um das Verhältnis zwischen Wurzel- und Kronenvolumen wiederherzustellen und die Verdunstung zu begrenzen. Bäume verlieren beim Roden und Verpflanzen immer Wurzeln. Wird nicht geschnitten, besteht das Risiko, dass die Krone im Verhältnis zur begrenzten Anzahl an Wurzeln zu groß ist und der Baum nicht genügend Wasser für die Verdunstung bereitstellen kann. Dieses Ungleichgewicht kann zum Absterben von Ästen oder Schlimmerem führen. Dieses Risiko tritt besonders bei schnellwachsenden Arten und in Küstengebieten auf.

Bei der Pflanzung empfehlen wir, die Krone um maximal 25 % zurückzuschneiden. Der Schnitt zielt eher darauf ab, die Krone zu verkleinern, also an der Außenseite der Krone zu schneiden, als die Krone auszulichten. Wenn während des Transports Äste gebrochen oder beschädigt wurden, ist ein Auslichten oder ein Rückschnitt bis auf einen Seitentrieb notwendig.

Geschnittene Äste beginnen deutlich schneller zu wachsen und sind wesentlich widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Insekten. Gegen Ende der ersten Vegetationsperiode kehren sie zur Kronenform vor dem Schnitt zurück. Während der zweiten Vegetationsperiode werden sie breiter als Bäume, die nicht geschnitten wurden. Nach der Pflanzung und dem ersten Schnitt ist es in den folgenden drei Jahren nicht notwendig, die Bäume erneut zu schneiden.

Verbesserung des Pflanzstandortes mit pilzdominiertem Humuskompost

Verbesserung des Pflanzstandortes mit pilzdominiertem Humuskompost

Viele Bäume haben ihren optimalen Standort in Wäldern. Der Waldboden enthält eine große Menge an Humus, Nährstoffen und eine komplexe Vielfalt an Bodenleben, darunter viele Mikroorganismen wie Pilze. Eine Bodenverbesserung mit pilzdominiertem Humuskompost kommt dem optimalen Standort von Bäumen möglichst nahe und bereichert die biologische Bodenaktivität, die letztendlich dafür sorgt, dass Nährstoffe für den Baum verfügbar werden. Humuskompost kann bis zu maximal zehn Prozent mit nährstoffarmem Oberboden gemischt werden, um ein gutes Wachstumsmedium zu bilden. Der übrige Humus eignet sich gut, um die obere Bodenschicht des Pflanzbereichs, also die obersten 20 cm, anzureichern, damit er von den vorhandenen Regenwürmern im Boden aufgenommen werden kann. So bleibt der Sauerstoffgehalt auf einem guten Niveau und die Fähigkeit des Bodens, Feuchtigkeit zu speichern, wird erhöht.

Pflanzhöhe: nicht zu hoch, nicht zu tief

Pflanzhöhe: nicht zu hoch, nicht zu tief

Nach der Vorbereitung des Pflanzlochs und der eventuellen Bodenverbesserung können die Bäume gepflanzt werden. Der Stamm des Baumes wird mit Jute umwickelt, waarna der Baum mit einem Hebegurt um Ballen und Stamm oder mit einem Ballenhaken angehoben werden kann. Der Baum wird so in das Pflanzloch gesetzt, dass die Oberseite des Ballens etwa fünf bis zehn Zentimeter über dem Geländeniveau liegt. Dies ist wichtig, da der Boden im Pflanzloch noch nachsackt, insbesondere bei schweren Bäumen. Der Baum sackt mit ab und steht letztendlich niedriger als die ursprüngliche Pflanzhöhe. Es ist besser, den Baum etwas zu hoch als zu tief zu pflanzen. Zu tief gepflanzte Bäume haben ein hohes Risiko für Sauerstoffmangel und die damit verbundene Wurzelfäule und Absterbeerscheinungen. Da die Wurzeln eines Baumes bis knapp unter die Bodenoberfläche wachsen, ist jedoch auch ein zu hohes Pflanzen nicht wünschenswert. Zu hoch gepflanzte Bäume trocknen leicht aus, da die Wurzeln letztendlich über das Geländeniveau hinausragen. Auch das Auffüllen mit Erde, um die Wurzeln in Form eines kleinen Hügels zu bedecken, kann zur Austrocknung führen, da das Wasser beim Gießen vom Hügel abläuft.

„Es ist besser, den Baum etwas zu hoch als zu tief zu pflanzen. Zu tief gepflanzte Bäume haben ein hohes Risiko für Sauerstoffmangel und die damit verbundene Wurzelfäule und Absterbeerscheinungen.“

Das Pflanzloch in drei Schritten füllen

Das Pflanzloch in drei Schritten füllen

Wenn der Baum im Pflanzloch steht, muss zunächst eine Belüftung angebracht werden, insbesondere auf befestigten Böden und Böden mit viel organischem Material, wie zum Beispiel Moorböden. Diese Belüftung ist notwendig, um die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln sicherzustellen. Sobald die Belüftung angebracht ist, kann das Pflanzloch aufgefüllt werden.

  1. Zunächst wird das Pflanzloch zu einem Drittel gefüllt und angetreten. Achten Sie dabei darauf, dass keine organischen Materialien wie Grassoden in das Pflanzloch gelangen, da diese Materialien Sauerstoff entziehen.
  2. Anschließend wird das Pflanzloch zu drei Vierteln gefüllt und der Draht um den Ballen an der Oberseite gelöst. Liegt ein Draht dicht am Stamm, besteht das Risiko, dass der Baum an dieser Stelle eingeschnürt wird, wenn er im Durchmesser wächst.
  3. Danach kann das Pflanzloch vollständig gefüllt und nochmals angetreten werden. Entfernen Sie den Draht an der Oberseite des Ballens niemals, bevor der Baum in das Pflanzloch gesetzt wird, da dabei ein großes Risiko besteht, dass die Wurzeln brechen.

Beschädigung bei der Pflanzung und Wundversorgung

Beschädigung bei der Pflanzung und Wundversorgung

Trotz aller sorgfältigen Arbeitsschritte kann ein Baum bei der Pflanzung dennoch beschädigt werden. Besonders gegen Ende der Liefersaison, also im zeitigen Frühjahr, setzt bei vielen Arten der Saftstrom bereits ein, wodurch sie besonders empfindlich gegenüber Beschädigungen sind. Solange es sich um kleinere Schäden handelt, maximal 10 bis 20 % des Stammumfangs, können diese gut mit Baumwundbalsam, zum Beispiel Lac Balsam, behandelt werden. Dieser ist bei Zulieferern aus dem grünen Sektor erhältlich. Wenn die Bäume mit unserem eigenen Lkw geliefert werden, hat unser Fahrer diesen manchmal dabei und kann unterstützend helfen.

Ist die Beschädigung nicht größer als 30 % des Stammumfangs, kann der Baum diese Stelle im Laufe der Zeit überwallen. Wie schnell dies geschieht, ist artabhängig, und nicht alle Arten schließen Wunden gut ab, ohne dass eine sichtbare Wunde zurückbleibt. Je größer der Schaden ist, desto mehr Aufwand und Energie kostet es den Baum, sich davon zu erholen. Wenn möglich, ist es ratsam, die Wunde aus dem Sichtbereich zu drehen, damit sie bei der Nutzung der angelegten Fläche weniger auffällt. Auch kann es helfen, die Beschädigung nach Norden auszurichten, damit die Wunde durch Schatten und kühlere Bedingungen leichter überwallen kann.

Ob der Baum die Wunde letztendlich vollständig überwächst, hängt von baumbiologischen Faktoren ab und bei Schnittwunden auch von einer korrekten Schnittweise. Diese Heilung muss vom Kambium, also dem Wundgewebe, ausgehen, das von den Rindenrändern aus die Wunde überwächst. Für die Heilung einer Wunde benötigt der Baum daher Zeit. Wenn der Baum beim Abladen jedoch vollständig entrindet wurde und die Rinde rundum abgeschält ist, wird er dies nicht überleben. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Baum so schnell wie möglich bei der Baumschule nachzubestellen, um Verzögerungen bei der Ausführung des Projekts zu vermeiden.

Ballengröße

Ballengröße

Die Größe des gerodeten Wurzelballens hängt von mehreren Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist der Stammumfang des Baumes und das Volumen der Krone. Darüber hinaus spielt auch die Form des Baumes eine Rolle. So erhält ein Alleebaum beim Roden einen anderen Ballendurchmesser als ein mehrstämmiger Baum. Auch die Baumart hat einen gewissen Einfluss: Einige Baumarten können mit einem kleineren Ballen gerodet werden, während andere Arten verhältnismäßig einen größeren Ballen benötigen.

Bei der Vorbereitung der Pflanzung ist es wichtig zu wissen, welche Größe das Pflanzloch haben muss, damit der Baum möglichst schnell nach dem Abladen oder direkt beim Abladen in das Pflanzloch gesetzt werden kann. Ziehen Sie für die Maßangaben die Balleninformations­tabelle heran. Diese Tabelle gibt neben dem Durchmesser auch eine gute Orientierung zur Höhe und zum Gewicht des Wurzelballens. Durch den Einsatz unterschiedlicher Rodemaschinen und aufgrund verschiedener Bodenarten kann es jedoch immer zu gewissen Abweichungen kommen. Wenn die genaue Größe und das Gewicht sehr entscheidend sind, besprechen Sie vor der Bestellung die Möglichkeiten mit Ihrer Kontaktperson.

Baumpfähle setzen

Baumpfähle setzen

Setzen Sie die Pfähle fest in den Boden, gegebenenfalls mithilfe eines Erdbohrers. Es wird empfohlen, den Pfahl zwanzig Zentimeter in den gewachsenen Boden unterhalb des Pflanzlochs einzuschlagen. Außerdem gilt die Regel, dass mindestens ein Drittel bis maximal die Hälfte des Pfahls eingegraben werden sollte. Befestigen Sie den Baum mit Baumbändern am Pfahl oder an den Pfählen. Lassen Sie das Band zwischen Baum und Baumpfahl überkreuzen, um Reibung und damit Stammbeschädigungen zu vermeiden. Kontrollieren Sie die Bänder und Pfähle mindestens einmal jährlich, um die Bänder rechtzeitig nachzustellen, wenn Einschnürungen entstehen. Wenn ein Baum mit wurzelnacktem Wurzelsystem gepflanzt wird, sollten die Baumpfähle vor der Pflanzung gesetzt werden, um Schäden an den Wurzeln zu vermeiden. Einige Wochen nach der Pflanzung empfiehlt es sich, die Spannung der Baumbänder zu kontrollieren, da diese durch das Nachsacken des Baumes infolge der Bodenbearbeitung nachlassen kann. Wenn der Boden es zulässt, können die Baumpfähle auch mit der Baggerschaufel in den Boden gedrückt werden, bevor die Bäume gesetzt werden.

Einführung in die Verankerung von Bäumen

Einführung in die Verankerung von Bäumen

Nachdem der Baum gepflanzt wurde, muss eine Verankerung angebracht werden. Diese sorgt dafür, dass der Baum nicht schief steht oder umweht, und verhindert, dass neues Wurzelwachstum durch zu starke Bewegung des Baumes beschädigt wird. Es gibt zwei Arten der Verankerung:

  1. Oberirdische Verankerung mit einem oder mehreren Baumpfählen und Baumbändern.
  2. Unterirdische Verankerung mit Ballenankern oder Baumpfählen.

Oberirdische Verankerung

Oberirdische Verankerung

Die oberirdische Verankerung wird am häufigsten angewendet und ist die günstigste und schnellste Methode, um einen Baum bei der Pflanzung zu fixieren. Meist handelt es sich um eine Verankerung mit zwei oder mehreren Baumpfählen, die mit Baumbändern abgespannt werden. Diese Verankerung bleibt etwa zwei bis drei Jahre bestehen, bis der Baum selbst ausreichend verwurzelt ist, um sich eigenständig zu verankern. Danach werden die Pfähle schrittweise entfernt.

Wird ein einzelner Baumpfahl verwendet, muss dieser auf der Seite der vorherrschenden Windrichtung platziert werden. Der Baum „weht“ dann in die entgegengesetzte Richtung des Pfahls. Geschieht dies nicht, schlägt der Baum zu häufig gegen den Pfahl, wodurch Beschädigungen entstehen können, über die Parasiten in den Baum eindringen können. Bei Dreh- oder Fallwinden rund um hohe Gebäude oder bei größeren Bäumen sind mehrere Pfähle erforderlich.

Werden zwei oder mehr Pfähle gesetzt, besteht der Vorteil darin, dass an den Pfählen ein sogenannter Gießrand befestigt werden kann, wodurch dieser besser an seinem Platz bleibt. Achten Sie jedoch darauf, dass die Baumbänder nicht zu starr befestigt werden. Ein gewisses Maß an Spiel fördert die Bewurzelung und letztendlich eine schnelle Eigenverankerung. Außerdem ist es wichtig, einige Wochen nach der Pflanzung die Spannung der Verankerung zu kontrollieren. Häufig sackt der Boden nach der Pflanzung etwas nach, was Einfluss auf die Verankerung und die Spannung der Baumbänder hat.

Unterirdische Verankerung

Unterirdische Verankerung

Unterirdische Baumverankerung, auch Ballenverankerung genannt, sorgt für eine stabile und zuverlässige Verankerung von Bäumen, die nach dem Einbau nicht sichtbar ist – im Gegensatz zur üblichen oberirdischen Verankerung. Bei der Anlage ist diese Methode etwas arbeitsintensiver, sie stellt jedoch eine sehr effektive Lösung dar. Die Verankerung kann realisiert werden, indem Spanngurte oder ein Autogurt über den Wurzelballen geführt und an unterirdischen Pfählen oder horizontalen Stahlankern befestigt werden. Anschließend wird das Baumband mit einer Ratsche fest gespannt. Der Vorteil der unterirdischen Verankerung besteht darin, dass kein störendes Erscheinungsbild entsteht, die Rinde nicht durch scheuernde Baumbänder beschädigt werden kann und die Baumwurzeln sich frei und gleichmäßig entwickeln können, ohne durch Pfähle behindert zu werden. Auch bei dieser Methode ist es wichtig, einige Wochen nach der Pflanzung die Spannung der Verankerung zu kontrollieren. Nach der Pflanzung kann der Baum etwas nachsacken, wodurch die Spannung der Verankerung nachlassen kann. Bei der Verankerung eines Baumes in großer Größe muss zusätzlich eine Kronenverankerung angewendet werden. Wenden Sie sich hierfür an Ihre Kontaktperson.

Kronenverankerung / Abspannung

Kronenverankerung / Abspannung

Bei der Pflanzung großer Bäume ist eine gute Verankerung unerlässlich, um die Stabilität in den ersten Jahren zu gewährleisten. Neben traditionellen Baumpfählen wird häufig auch eine Kronenverankerung mittels Abspannungen gewählt. Eine Kronenverankerung besteht aus Seilen oder Gurten, die in der Krone angebracht werden, meist zwischen den Hauptstämmen oder schweren Ästen. Dadurch bleibt der Baum bei starkem Wind stabil. Wichtig ist, dass die verwendeten Materialien nicht einwachsen oder scheuern und dadurch Beschädigungen verursachen. Nach drei Jahren muss die Verankerung entfernt werden, um ein Einwachsen zu vermeiden.

Der große Vorteil einer Kronenverankerung bei der Pflanzung besteht darin, dass sich der Baum freier entwickeln kann. Die Wurzeln erhalten die Möglichkeit, sich auf natürliche Weise zu etablieren, während die Krone dennoch ausreichend vor Windbelastung geschützt wird. Die Installation einer Kronenverankerung erfordert Fachkenntnis: Die Bänder müssen auf der richtigen Höhe angebracht werden, ohne die Rinde zu beschädigen, und ausreichend flexibel bleiben, damit der Baum sich mitbewegen kann. Nach einigen Jahren, wenn der Baum gut weitergewachsen ist und stabil steht, muss die Verankerung entfernt werden. So trägt eine Kronenverankerung zu einer erfolgreichen Pflanzung bei.

Schutz des Baumstamms vor Rindenbrand

Schutz des Baumstamms vor Rindenbrand

Eine Reihe von Baumarten ist zunehmend empfindlich gegenüber Rindenbrand. Dieser tritt vor allem auf der Seite auf, auf die die späte Abendsonne auf die Rinde scheinen kann. Er entsteht, wenn der Baum tagsüber bereits unter Feuchtigkeitsmangel leidet, der Saftstrom weitgehend zum Stillstand kommt und die Rinde anschließend durch die intensive Abendsonne stark aufheizt. Bei Arten mit dünner, glatter Rinde, die an einem sonnigen Standort stehen, ist ein Stammschutz in den ersten drei Jahren nach der Pflanzung meist notwendig. Besonders Acer (Ahorn), Castanea sativa (Esskastanie), Cercidiphyllum japonicum (Katsurabaum), Fagus (Buche), Liriodendron (Tulpenbaum), Tilia (Linde), Carpinus (Hainbuche) und Magnolia (Magnolie) sind empfindlich gegenüber Rindenbrand. Die Folge kann sein, dass sich die Rinde vom Stamm löst. Dies lässt sich verhindern, indem nach der Pflanzung der astfreie Teil des Stammes mit Jute, Schilfmatten, Kokosmatten oder durch das Auftragen von Arboflex geschützt wird. Nach einigen Jahren sind die Materialien verrottet und der Baum hat eine höhere Widerstandskraft gegen Sonnenbrand aufgebaut. Auch die Krone hat dann an Breite zugenommen, wodurch der Stamm stärker im Schatten liegt. Auch das Streichen der Rinde mit einer weißen, kalkhaltigen Farbe kann eine gute Lösung sein. .

Baumpfähle auswählen: Holzart und Länge

Baumpfähle auswählen: Holzart und Länge

Für Baumpfähle kann zwischen behandeltem Holz, zum Beispiel gestrichen, imprägniert oder geteert, und unbehandeltem Holz von Arten gewählt werden, die nicht schnell verrotten, wie Castanea sativa (Esskastanie) oder Robinia hispida (Borsten-Robinie). Behandeltes Holz enthält schädliche Stoffe, die im Boden zurückbleiben und von den Baumwurzeln aufgenommen werden können. Das ist weder für die Umwelt noch für den Baum förderlich. Es ist daher empfehlenswert, sich für unbehandeltes Holz zu entscheiden. Verwenden Sie vorzugsweise kurze oberirdische Baumpfähle, die maximal achtzig bis hundert Zentimeter über das Geländeniveau hinausragen. Bei der Verwendung kurzer Baumpfähle erhalten Bäume mehr Bewegungsfreiheit und bilden dadurch schneller Stabilitätswurzeln. Der Baum verankert sich dann früher und besser. Längere Baumpfähle hingegen machen den Baum statisch und „träge“, was kurzfristig zu einer schlechteren Verankerung führt. Außerdem haben lange Pfähle einen negativen Einfluss auf das Dickenwachstum des Stammes. Unterhalb der Anbindestelle nimmt der Stamm weniger schnell an Dicke zu als oberhalb der Anbindestelle, da ein Teil der Biegespannung vom Pfahl aufgefangen wird.

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