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Kennisbank: Afwerking groeiplaats

Fertigstellung des Baumstandortes

Nachdem die Erde rund um den Wurzelballen fest angetreten wurde, beginnt die Fertigstellung der Deckschicht. Meist reicht es aus, die Fläche glatt zu harken und je nach gewählter Bepflanzung im Pflanzbeet gegebenenfalls angereicherte Pflanzerde einzuarbeiten. Wichtig für den Baum ist, dass keine Bepflanzung direkt auf den Wurzelballen gesetzt wird. Der Wurzelballen selbst bleibt also frei von Bepflanzung. Eine Einsaat bis auf den Ballen ist jedoch möglich. Da die Oberseite des Wurzelballens vollständig intakt bleibt, einschließlich Jute und Drahtkorb, gibt es keinen Raum, um andere Bepflanzung direkt unter dem Baum zu platzieren. Wenn eine Bewässerung eingesetzt wird, ist es ebenfalls wichtig, dafür ausreichend Platz freizuhalten. Liegen die Leitungen bereits, muss vorsichtig damit umgegangen werden, um Leckagen zu vermeiden.

Anwendung eines Gießrandes

Anwendung eines Gießrandes

Ein Kunststoff-Gießrand rund um einen neu gepflanzten Baum erfüllt mehrere wichtige Funktionen, die besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung von großer Bedeutung sind. Der Gießrand bildet eine erhöhte Kante rund um den Wurzelballen, sodass das Gießwasser nicht direkt in die umliegende Bepflanzung abfließt, sondern konzentriert in der Wurzelzone verfügbar bleibt. Dadurch kann das Wasser besser in den Boden infiltrieren und der junge Baum effizienter mit Feuchtigkeit versorgt werden. Dies ist insbesondere in der Anwachsphase entscheidend, in der sich das Wurzelsystem noch entwickeln muss und der Baum besonders empfindlich gegenüber Trockenstress ist. Durch die verbesserte und gleichmäßigere Wasserversorgung steigt die Chance auf ein erfolgreiches Anwachsen und ein gesundes Wachstum erheblich.

Darüber hinaus hilft der Gießrand, Wasserverluste durch oberflächlichen Abfluss zu begrenzen, zum Beispiel auf leichten Sandböden, bei denen der Boden schnell verschlämmt. Indirekt wird dadurch auch eine schnelle Verdunstung reduziert. Der Rand ermöglicht es, Wasser und gegebenenfalls Dünger oder Bodenverbesserer gezielt auszubringen, sodass diese genau dort ankommen, wo der Baum sie benötigt, und Verschwendung vermieden wird. Zudem hat der Gießrand eine schützende Funktion: Er markiert die Baumscheibe deutlich, wodurch das Risiko mechanischer Beschädigungen an Stamm und Wurzelzone durch Mähen, Betreten oder Pflegearbeiten verringert wird. In Kombination mit Mulch kann der Gießrand außerdem dazu beitragen, den Unkrautwuchs rund um den Stamm besser kontrollierbar zu halten, da die Konkurrenz durch Gras und andere Pflanzen in der direkten Wurzelzone reduziert wird. So unterstützt ein Kunststoff-Gießrand auf mehrere Weise einen guten Start und eine nachhaltige Entwicklung eines jungen Baumes.

Platzierung des Gießrandes

Um den Gießrand stabil an seinem Platz zu halten, ist es wichtig, ihn mindestens zu einem Drittel seiner Höhe einzugraben, also etwa 10 cm. Für eine effektive Funktion sollte die Mindesthöhe des Gießrandes über dem Boden mindestens zwanzig Zentimeter betragen. Die Verankerung des Gießrandes kann erfolgen, indem er an den Baumpfählen festgeschraubt wird. Allerdings lässt sich das Material dann nur schwer entfernen und nach dem Entfernen nicht wiederverwenden. Eine gute Alternative ist es, den Gießrand mit Ankern im Boden zu befestigen. Wird der Gießrand an der Außenseite der Baumpfähle angebracht, bleibt das Lösen und Entfernen noch gut überschaubar. Wird der Gießrand hingegen an der Innenseite der Baumpfähle platziert, nimmt das Entfernen mehr Zeit in Anspruch.

Anschluss der Tropfbewässerung

Als letzter Schritt nach der Pflanzung wird die Tropfbewässerung angeschlossen. Tropfbewässerung ist eine effiziente Methode, um den Baum direkt und kontrolliert mit Feuchtigkeit zu versorgen. Indem die Bäume getrennt von der übrigen Bepflanzung bewässert werden, lässt sich die Wassermenge sehr gezielt einstellen. Ein Tropfschlauch ist ein flexibler Schlauch mit gleichmäßig verteilten Öffnungen, die bei ausreichendem Wasserdruck eine konstante Wassermenge abgeben. Für eine gleichmäßige Bewässerung wird eine maximale Länge von etwa 30 Metern empfohlen. Tropfbewässerung bietet viele Vorteile, darunter eine hohe Wassereffizienz von über 90 %, Wassereinsparung und eine einfache Handhabung.

Es gibt oberirdische und unterirdische Tropfschläuche. Unterirdische Systeme sind dauerhaft angelegt und geben das Wasser direkt im Wurzelbereich ab, während oberirdische Systeme leichter zu kontrollieren und zu erweitern sind. Druckkompensierende Tropfschläuche sorgen für die genaueste und gleichmäßigste Wasserabgabe.

Durchmesser des Gießrandes und Ballendurchmesser

Durchmesser des Gießrandes und Ballendurchmesser

Der richtige Durchmesser des Gießrandes ist entscheidend für das optimale Funktionieren des Systems. In der Regel wird empfohlen, den Gießrand entsprechend dem Durchmesser des Wurzelballens anzulegen. Der Baum nimmt Feuchtigkeit hauptsächlich über die feinen Haarwurzeln auf, die sich am Rand und in den inneren Bereichen des Ballens befinden. Deshalb sollte der Gießrand niemals mehr als 20 % größer sein als der Ballendurchmesser, um zu verhindern, dass die Haarwurzeln das Wasser nicht erreichen können. Ist der Gießrand zu klein, ragen die Haarwurzeln über den Rand hinaus und das Wasser versickert rund um den Stamm, wo sich die groben Verankerungswurzeln befinden, die kein Wasser aufnehmen. Ist der Gießrand zu groß, geht viel Wasser rund um den Wurzelballen verloren.

Kokos-Gießränder

Kokos-Gießränder

Kokos-Gießränder sind nachhaltige, biologisch abbaubare Lösungen für die Baumpflanzung; der übliche Gießrand besteht aus Kunststoff. Diese Gießränder werden aus reiner Kokosfaser (Coco Peat) hergestellt, einem Restprodukt der Kokosindustrie, das von der Kokospalme stammt. Für zusätzliche Stabilität wird natürlicher Latex aus dem Kautschukbaum hinzugefügt. Die Gießränder bestehen aus einer Mischung aus gewebter Kokosfaser und natürlichem Latex. Dieses Herstellungsverfahren sorgt für Formstabilität, Verschleißfestigkeit und eine Lebensdauer von etwa 3 bis 5 Jahren – genau die Dauer der Nachsorge. Alle Produkte werden maßgefertigt und sind zu 100 % biologisch abbaubar sowie kalt kompostierbar, ohne chemische Zusätze oder Farbstoffe. Kokos ist ein natürlicher Rohstoff und hinterlässt im Gegensatz zu Kunststoffalternativen keine Mikroplastikpartikel. Nach der Nutzung kompostiert das Material und verbessert die Bodenstruktur sowie das Bodenleben. Die leicht wasserdurchlässige Struktur fördert das Wurzelwachstum außerhalb des Ballens. Das Material ist leicht, flexibel und einfach zu verarbeiten.

Entfernung des Gießrandes

Entfernung des Gießrandes

Sehr wichtig ist, die Gießränder wieder zu entfernen, sobald die Bäume gut angewachsen sind. Bleibt ein Gießrand zu lange stehen, kann dies nachteilige Folgen für den Baum haben. Bei starkem Regen kann sich der Gießrand beispielsweise durch Stammabfluss mit Wasser füllen, wodurch Stamm- und Wurzelfäule am Stammfuß entstehen kann. Auch beim Mähen kann der Gießrand beschädigt werden, sodass eine Wiederverwendung nicht mehr möglich ist und Kunststoffteile im Pflanzbeet zurückbleiben. Um Stammschäden beim Mähen zu vermeiden, kann das Setzen von Kniepfosten eine geeignete Lösung sein.

Bewässerung nach der Pflanzung

Eine gute Bewässerung direkt nach der Pflanzung ist entscheidend, vor allem damit der Boden gut an den Wurzeln anliegt und keine Luftkammern oder Hohlräume im Boden entstehen. Dies ist besonders wichtig bei der Pflanzung wurzelnackter Bäume. Bei Ballenbäumen spielt dieser Grund eine etwas geringere Rolle, da die Wurzeln mitsamt Erde gerodet wurden. Als Nachsorge ist das Bewässern vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung wichtig. Während trockener Perioden kann der Baum selbst noch nicht ausreichend Wasser finden, da seine Wurzeloberfläche noch nicht im Verhältnis zu seiner Kronengröße steht. Die Bewässerung ist daher in den ersten Jahren nach der Pflanzung unverzichtbar.

Möchten Sie mehr über die richtige Art der Bewässerung erfahren? Dann lesen Sie Bewässerung & Trockenheit.

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