Bei der Wahl des richtigen Baumes für den richtigen Standort spielen die folgenden Faktoren eine Rolle:
- Bodenart: In welchen Boden wird der Baum gepflanzt?
- Grundwasserstand: Wie hoch sind der durchschnittlich höchste und niedrigste Grundwasserstand?
- Verfügbarer unterirdischer Raum
- Oberirdische Dimensionen: Wie breit und hoch kann und darf der Baum werden?
- Weitere Standortfaktoren wie geografische Lage, befestigte Flächen und Wind.
- Verfügbarkeit der Art prüfen.
Auch der Entwurf und die Vision des Planers sind von entscheidender Bedeutung. Die folgenden Punkte spielen dabei eine wichtige Rolle:
- Die Vision des Planers in Bezug auf Form, Textur und Struktur, Höhe und Breite, Farbe, saisonale Wirkung, Atmosphäre und Akzente;
- Die Funktion des Baumes: Spielbaum, Verbesserung von Ökologie und Biodiversität, Grad der Klimaresilienz, kulturhistorische Bedeutung, Nahrungswald usw.
Wenn die Artenwahl feststeht, empfiehlt es sich, die Bäume im Entwurf mit ihrem ausgewachsenen Kronendurchmesser einzuzeichnen. So wird direkt deutlich, ob ausreichend Raum für die betreffende Art vorhanden ist und ob in Zukunft Probleme durch Konkurrenz mit anderen Baumarten oder Objekten wie öffentlicher Beleuchtung oder Gebäuden entstehen können. Auch das verfügbare Budget für die Pflege sollte bei der Artenwahl keinesfalls außer Acht gelassen werden. Ein Planer kann als gewünschtes Endbild beispielsweise eine streng geschnittene Allee aus Blockbäumen vor Augen haben. Wenn jedoch das Budget für den jährlichen Schnitt fehlt, wird das angestrebte Endbild leider nie erreicht. Auch Laubfall, Fruchtfall, Insektendruck – etwa Blattläuse bei bestimmten Lindenarten oder Arten, die Wespen anziehen –, das Anheben von Pflasterflächen und Astbruch sind Pflegefaktoren, die bei der Artenwahl sorgfältig berücksichtigt werden sollten.